Die Anfänge
Das Engagement missfiel allerdings auch den Militärs, die im März 1976 die Macht in Argentinien übernahmen und auch Josef Majer zweimal verhafteten. Nach seiner Freilassung gab er, um nicht erneut verhaftet zu werden, die Beratertätigkeit auf
Plan des Geländes · Foto: Rainer MüGro
Plan des Geländes
(ein Projekt deutscher Freiwilliger,
Stand 2007)
und kaufte 1976 in Fernández unweit seiner ehemeligen Pfarrei ein 6 ha großes Grundstück, um dort seine Pläne zu verwirklichen: Er wollte ein Ausbildungszentrum für arme Jugendliche errichten, die ihren Lebensunterhalt während ihrer Ausbildung selbst verdienen können, weil es ihren Eltern unmöglich ist, dies zu finanzieren. Um seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, schaffte Josef Majer in dieser Zeit 100 Bienenstöcke an. Der Honig aus dieser Provinz ist gut; schon die Inkas ließen sich Honig aus dem Chaco kommen, weil er „gut und teuer” war. Als erstes Gebäude wurde auf dem Gelände eine Gerberei errichtet, um Leder für Kunsthandwerk zu erzeugen. In diesem Gebäude wurden wie schon zuvor in Brea Pozo Kurse der staatlichen Berufsschule in Santiago del Estero zur Erwachsenen-Berufsausbildung abgehalten (nach dem französischen System FPA - Formación Profesional Acelerada, Berufsausbildungs-Schnellkurs).